Stratura Webseite- ein Rückblick (Teil 1)

Seit April 2016 ist die Stratura Webseite online. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Zeit für einen Rückblick!
Nahezu Zeitgleich mit dem Erscheinen der Seite darf sich Jens Meyer -die Person hinter der Stratura UG- FLL-Zertifizierter Baumkontrolleur nennen. Wie bereits im Juli 2016 in unserer Newssektion beschrieben, steht die Abkürzung „FLL“ für Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.. Seit dem Jahr 1975 beschäftigt sich die FLL mit der Regelwerkarbeit für die so genannte „Grüne Branche“. Unter anderem werden Richtlinien, Handlungsempfehlungen und Fachberichte erstellt. Die FLL ist gemeinnützig anerkannt und nach dem Vereinsrecht organisiert.

Prüfung zum Baumkontrolleur

Die Prüfung zum Baumkontrolleur besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Ziel der Prüfung ist die Feststellung der Fertigkeiten, Erkenntnisse und Erfahrungswerte der Teilnehmer in Bezug auf die Umsetzung der FLL-Baumkontrollrichtlinien. In der Prüfung geht es um die rechtliche und baumbiologische Grundlage der Baumkontrolle inklusive der Baumartenkenntnisse. Es wird das Wissen über Schäden und Schadsymptome, welche die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, überprüft und darüber hinaus müssen die Teilnehmer verdächtige Umstände erkennen und beurteilen. Ein weiterer Bestandteil der Prüfung ist die praktische Durchführung einer Baumkontrolle. Zum Abschluss der Prüfung legt der Prüfungsteilnehmer den Handlungsbedarf und die Kontrollintervalle des überprüften Gehölzes fest.

Seit April 2016 darf sich Jens Meyer FLL-Zertifizierter Baumkontrolleur nennen.

Seit April 2016 darf sich Jens Meyer FLL-Zertifizierter Baumkontrolleur nennen.

Erstellung von Baumkatastern

Im August 2016 berichteten wir, dass wir Baumkataster für den Hunsrück und ganz Rheinland-Pfalz erstellen. Darüber hinaus sind wir auch in Hessen und dem Saarland tätig. Ist man für einen oder mehrere Bäume im Sinne der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht verantwortlich, so hat man die Pflicht Schäden durch sein Gehölz an Personen oder Objekten zu verhindern. Übersteigt die Anzahl der Bäume ein Normalmaß, wie beispielsweise an öffentlichen Plätzen, entlang von Straßen und Wegen oder bei Schulen, Kindergärten und Friedhöfen, so lohnt sich das Anlegen eines Baumkatasters. Mit dessen Hilfe kann man sich schnell und unkompliziert einen Überblick über den Zustand der Gehölze verschaffen.

Erstellung von Baumgutachten

In unserer Newsmeldung vom Oktober 2016 berichteten wir anhand des Beispiels der „Manna Eiche“, dass wir Baumgutachten erstellen. Die Begutachtung des Naturdenkmals ergab, dass der Baum unter einer Stammverletzung durch einen alten Stämmlingsausbruch leidet und vom Schwefelporling befallen ist, der eine bis in den Kronenansatz reichende Braunfäule verursacht hat. Nicht ganz ungewöhnlich für einen Baum vom Alter der „Manna Eiche“ ist der relativ hohe Anteil an Totholz in der Krone. Die durch Bolzen befestigten Stahlseile dienen an dem Veteranen als Kronensicherung. Speziell die Bolzen verletzen den Baum jedoch. Unsere Empfehlung als Sofortmaßnahme war es, die ausbruchgefährdete Krone durch eine weitere Kronensicherung zu sichern und das Totholz zu entfernen. Von einer Kroneneinkürzung rieten wir derweil ab, um weitere Verletzungen zu vermeiden und auch um das Gesamtbild der Eiche nicht zu verändern. Bei einer zweiten Untersuchung führten wir Bohrwiderstandsmessungen und eine Windlastanalyse durch. Dabei wurde auch festgestellt, dass der Baum von einem weiteren Pilz, dem Klapperschwamm, befallen ist, der eine langsame Holzzersetzung durch Weißfäule herbeiführt. Das Ergebnis unserer Untersuchung war es, dass die „Manna Eiche“ nur noch eine begrenzte Stand- und Bruchsicherheit vorzuweisen hat.

Die Begutachtung des Naturdenkmals ergab, dass der Baum unter anderem unter einer Stammverletzung durch einen alten Stämmlingsausbruch leidet.

Die Begutachtung des Naturdenkmals ergab, dass der Baum unter anderem unter einer Stammverletzung durch einen alten Stämmlingsausbruch leidet.